Praktikumsberichte

Bericht von Susanne Honold

Ich war von März – April 2018 einen Monat im Childrens‘ Nest in Choma und werde diese Zeit nie vergessen oder bereuen. Die Arbeit mit den Kindern hat mir wahnsinnig Spaß gemacht. Was man von Ihnen an Dankbarkeit zurück bekommt, ist unbezahlbar, wie auch die Zusammenarbeit mit den einheimischen „Aunties“ und das Leben dort, was einen tiefen Einblick in die sambische Kultur gibt. Da ich zum ersten Mal dort war, hatte ich vorab zwei Befürchtungen: Zum einen wusste ich nicht, wie mein Körper das alles packt. Die Hitze, die Gefahren, die in Sambia sonst noch „lauern“, zum anderen war ich mir nicht sicher, wie ich tatsächlich im Childrens‘ Nest schnell einsteigen kann, um eine Hilfe zu sein. Beide Befürchtungen haben sich schnell aufgelöst. Die Gefahren: Man sollte die Hände waschen, darauf achten, wo man hintritt und unter einem Moskitonetz schlafen. Schlicht und einfach mit offenen Augen durch’s Leben gehen, dann ist die Reise nach Afrika auch gar nicht so gefährlich, wie viele Deutsche glauben. Der Einstieg und die Mitarbeit im Children’s Nest waren einfacher als gedacht. Die Kinder haben keinerlei Berührungsängste und kommen mit Neugierde auf dich zu. Es gab am ersten Tag eine Einführung durch die amerikanischen Mitarbeiter, die einen guten ersten Eindruck geben konnte. Hier konnte man dann auch eine Aussage dazu machen, in welchem Bereich man tätig sein möchte: Verwaltung, Nachhilfe, o.ä. . Bei mir sollte es der Nachhilfeunterricht sein. Die Kinder, die in drei verschiedenen Schichten zur Schule gehen, brauchen Hilfe, vor allem in Mathematik und Englisch (lesen und schreiben). Ich habe in kleinen Gruppen unterrichtet, was sehr viel Spaß gemacht hat, natürlich beizeiten auch anstrengend war, da sich natürlich auch Fragen auftun wie: Wie schaffe ich es, unterschiedliche Kinder mit unterschiedlichem Wissen jede Nachhilfestunde ein wenig voranzubringen? Auch in den Stunden des Tages, in denen keine Nachhilfestunden stattfinden, wird es sicher nicht langweilig. Die Kinder sind ganz wild darauf, gemeinsam zu malen und Bücher zu lesen. Auch Sponsorenbriefe haben wir geschrieben, was sich am Ende eigentlich auch als nützlichen Nachhilfeunterricht herausgestellt hat. Auch wenn es mal kein Programm gibt, freuen sich die Kinder sehr, wenn man sich einfach mal zu ihnen setzt und sich mit ihnen unterhält, ihnen Aufmerksamkeit schenkt. Ich empfehle jedem Praktikanten auch mal für vier Tage nach Livingstone zu fahren. Beim Blick auf die Victoria Falls und beim Erlebnis einer Safari kann man wunderbar abschalten und wieder Kraft tanken für die Arbeit im Childrens‘ Nest. Ich bin sehr froh, dass ich diese Reise gemacht habe, hoffe, dass ich meinen Teil beitragen konnte und muss jetzt noch lächeln, wenn ich mir die Fotos von den Kindern ansehe.